Sigi Heinrich-Blog: Neue Gesichter

Der erste Wunsch wurde Kaisa Mäkäräinen nach dem zweiten Sieg in einem Verfolger in dieser Saison sofort erfüllt: Ein Becher mit warmem Tee. Es war der verdiente Lohn für eine neuerlich grossartige Leistung und die Finnin weiss, dass noch viele Rennen bevorstehen in denen sie ähnlich gefordert wird wie diesmal.

„Ich war heute schon etwas müde, nicht ganz so frisch“,

meinte sie und folgte damit auch der  Argumentation der diesmal Drittplatzierten,Dorothea Wierer, die ebenfalls meinte, sie sei diesmal nicht in der Lage gewesen, so aggressiv wie gewohnt zu schiessen. Alles nicht dramatisch, schliesslich haben beide den Rhythmus bestimmt, wobei sie diesmal Besuch bekommen haben. Noch ungewohnt aber nicht völlig überraschend. Paulina Fialkova aus der Slowkei hat den Anschluss an die Weltklasse gefunden und gehört zu Beginn dieser Saison zu jenen Athletinnen, die den Etablierten in die Quere kommen.Diesmal schob sich die 26jährige zwischen Mäkäräinen und Wierer, wobei das noch immer ungewohnt für sie ist.

. „Ich  hoffe, dass ich mich stabilieren kann“,

sagte sie, denn ihr Focus sei die Weltmeisterschaft in dieser Saison. Gründe für die bisher so konstanten Leistungen gibt es natürlich auch. Die Slowakin hat alles auf den Kopf gestellt. Kein Stein blieb mehr auf dem alten.

„Wir haben beschlossen, praktisch wieder von Null zu beginnen“;

erzählte sie. Einen neuen Schaft für das Gewehr gab es,  eine einfühlsame Trainerin (Anna Murinova), sorgt für gute Stimmung und auch die Tatsache, dass ihre Schwester Ivona immer mit dabei ist und auch in die Weltcuppunkte läuft, hilft dem neuen Star der Slovakei. Mittlerweile nämlich ist Paulina Fialkova sogar schon in der Lage, des öfteren vor der dreimaligen Olympiasiegerin Anastasiya Kuzmina zu landen. Aber auch andere konnten sich steigern wie Monika Hojnisz aus Polen oder die Italienerin Federica Sanfilippo. Der Kreis derer, die das Podium angreifen, ist gegebenüber den vergangenen Jahren grösser geworden. Sehr zum Leidwesen vor allem momentan der Mannschaft aus Deutschland, die immer noch einem Platz auf dem Siegertreppechen hinterher läuft.

Foto: Eberhard Thonfeld / Camera 4

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