Die Weltmeisterschaften können beginnen

Sigi Heinrich Blog: Wie ein Edelstein glänzt der Antholzer See am Fuße von „Wildgall“ und „Hochgall“, den höchsten Bergen der Rieserfernergruppe, die das Antholzer Tal nach Norden hin abgrenzt wie eine unüberwindliche Mauer. Nur von Ende Frühjahr bis zum ersten Schneefall kann dieses Hindernis überwunden werden mit der dann geräumten Straße über den „Stallersattel“. Im Moment ist das freilich kein Thema, denn in den nächsten zehn Tagen wollen alle am Talschluss von Antholz bleiben. Die Biathlon-Weltmeisterschaft zieht bis zum Ende wohl 150.000 Zuschauer in ihren Bann. Es ist das bislang größte Sportereignis in Südtirol, obwohl hier auch schon Eishockey-oder Skiweltmeisterschaften stattfanden. Aber Biathlon schlägt alles. Mal wieder.

Zwei Jahre dauerte die Vorbereitung und zum ersten Mal sind wir mit Top-Athleten von Kinetixx mit von der Partie. Stars und Medaillenkandidaten wie Martin Fourcade oder Johannes Thingnes Boe werden unsere Produkte vor einem weltweiten Publikum auch an den TV-Apparaten präsentieren. Deshalb freuen auch wir uns ganz besonders auf diese in jeder Beziehung außergewöhnliche Veranstaltung, die ihren Reiz neben der faszinierenden  Landschaft und der kulinarischen Vielfalt mit vielen regionalen Produkten natürlich nun in der Anwesenheit der besten Biathletinnen und Biathleten der Welt bezieht. Niemand fehlt. Alle sind sie gekommen zum Saisonhöhepunkt, denn niemand kann sich dem besonderen Flair entziehen. Es geht um zwölf Titel. Zwölfmal Weltmeister. Und alles, was bislang geschah im Weltcup, ist jetzt auf einmal ein Muster ohne Wert. Die Seriensiege des Martin Fourcade in Abwesenheit von Johannes Boe. Dessen starker Saisonbeginn und die Antwort nach seiner Babypause in Pokljuka mit einem Sieg vor Fourcade. Die zeitweise schier unschlagbare Norwegerin Tiril Eckhoff weiß wie alle anderen auch, dass eine Weltmeisterschaft einem ganz eigenen Rhythmus folgt.

Besonders in Antholz auf über 1600m. Eine mittlere Höhenlage, wie viele gerne sagen, die nicht ungefährlich ist, weil sie den Körper anders, intensiver beansprucht als vergleichsweise in Ruhpolding oder Oberhof. Deshalb haben sich viele Nationen auf  ähnlich hoch gelegenen Orten vorbereitet. In Martell, Ridnaun oder in Obertillach. Das hat gute Tradition und folgt Erkenntnissen aus der Vergangenheit. Antholz ist und war immer ein ganz spezieller Ort. Fünfmal schon gab es hier Biathlon-Weltmeisterschaften. Die Organisation ist perfekt, das Umfeld bereit. Die Vorfreude ist spürbar von den Ordnern am Eingang bis hin zu den stets freundlichen Fahrern der Shuttle-Busse. Das Wort Hektik scheint im Sprachgebrauch der Südtiroler fehl am Platz zu sein, weshalb man sich auf diese Weltmeisterschaft wirklich von Herzen freuen kann. Wir hoffen natürlich, dass möglichst viele Kinetixx-Athleten ihr großes Potential hier ausschöpfen können und  stimmen deshalb auch frohgemut in den optimistischen Grundton mit ein. Vielleicht begleitet von ein paar Schlutzkrapfen, einer Südtiroler Spezialität, die Ravioli gleichen  und einem Gläschen trockenem Weißwein aus dem Eisacktal. Denn wenn es an einem keine Zweifel gibt, dann ist es die Tatsache, dass Südtiroler wunderbare Gastgeber sind. Am besten können das am Ende dann mit Sicherheit die Medaillengewinner bestätigen.

Foto: K.Voigt Fotografie

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