Teil 3: Langlaufski richtig wachsen und pflegen

Langlauf Spezial: Ausrüstung – Technik – Langlaufgebiete

Alles was du übers Langlaufen wissen solltest vom Anfänger bis zum Profi

Für einen erfolgreichen Tag auf der Loipe gehören gewachste Ski einfach dazu. Denn lästiges aufstollen oder verlorene Energie beim Gleiten ist für keinen Langläufer wünschenswert. Außerdem sorgt die Pflege der Ski für eine bessere Performance und eine hohe Langlebigkeit. Dazu gehört das Reinigen, das Schleifen und das Wachsen der Ski. Beim klassischen Ski werden die Gleitzone und die Steigzone unterschiedlich gewachst. Beim Skating-Ski die ganze Fläche. Anfänger, die keine Erfahrung mit dem Wachsen von Skiern haben, tun sich mit einem sogenannten „Nowax-Ski“ am leichtesten. Dieser hat auf der Steigzone Schuppen, Rillen oder Fell anstatt Haftwachs. Häufig steht die Frage im Raum, ob denn auch neue Skier gewachst werden müssen. Generell sind diese maschinell so gewachst, dass sie sofort einsatzbereit sind, es ist aber für eine bessere Performance trotzdem sinnvoll sie vorher zu wachsen. Und wie oft sollte man seine Langlaufski wachsen? Die Antwort ist einfach so oft wie möglich. Klar das hängt natürlich von der Intensität der Nutzung ab, wie häufig und wie lange der Ski gefahren wird. Schaut man auf die Profi-Athleten haben diese für ihre Ski aber sogar täglich einen Wachsservice. Wichtig ist es die Schneebedingungen auszuloten, Neuschnee zum Beispiel nutzt das Wachs stärker ab. Deshalb ist es wichtig bei sich verändernden Schneeverhältnissen und Temperaturen zu wachsen. Sind Unregelmäßigkeiten auf der Gleitfläche zu erkennen oder der Ski wirkt weißlich und trocken solltest du deine Ski unbedingt wachsen. Dabei macht es keinen Unterschied, ob du einen klassischen oder Skating-Ski wachst. Außer der Steigfläche beim Klassik-Ski, die mit Haftwachs gewachst wird, sind die Gleitflächen identisch. Auf Kerzenwachs solltest du im Übrigen, deiner Skier zu liebe, ganz verzichten.

 

Flüssigwachse lassen sich auf Langlaufski ganz einfach auftragen.

 

Heiß- oder Kaltwachs?

Am einfachsten sind die Kaltwachse aufzutragen. Es hält aber dafür nicht so lange wie Heißwachs, das tiefer in die Poren eindringt und deshalb eine höhere Abriebfestigkeit hat. Für das schnelle wachsen für zwischendurch ist das wachsen mit kaltem Wachs allerdings sehr nützlich. Wichtig ist es bei der Wahl des Wachses die aktuellen Schneebedingungen auszuloten, am besten über das Einschätzen der Temperatur. Auf den Wachsen schreiben die Hersteller ganz genau für welchen Schnee und für welche Temperatur das Wachs geeignet ist. Es gibt verschiedene Varianten wie Flüssigwachs, das über einen Applikator aufgetragen wird oder auch aufsprühbares Wachs. Das Auftragen kann ohne Vorrichtung und eigentlich überall stattfinden. Vor dem Wachsen sollte der Ski in jeden Fall mit einer Bürste und einem Reiniger gereinigt werden. Im Anschluss des Trocknens wird kurz über den Ski poliert und schon kann es in die Loipe gehen.

 

Langlaufski wachsen am besten mit einem speziellem Wachseisen

 

Bei der Behandlung mit Heißwachs ist der Aufwand schon etwas größer. Du benötigst einen geeigneten Raum, am besten mit Werkbank und einer Skihalterung in die du deine Skier vorsichtig einspannen kannst. Zuerst wird der Ski mit einer Bürste und einem Belagreiniger vom Schmutz befreit. Des Weiteren benötigst du ein Heißwachs Bügeleisen, mit diesem kann die Temperatur ganz genau eingestellt werden. Dann wird das Wachsbügeleisen auf die Temperatur, die auf dem Wachs angegeben ist, aufgeheizt und der Wachsblock an das Eisen gehalten. Nun tropft das Wachs eine dünne Schicht auf die komplette länge der Ski (Beim Klassik-Ski wird die Steigzone ausgelassen). Anschließend bügelst du das Wachs langsam und gleichmäßig, in eine Richtung und in 2-3 Durchgängen in die Gleitfläche ein. Sobald das Wachs kalt ist (ca. 20-30 Minuten) wird zuerst mit dem Rillenstift die Wasserrinne in der Mitte des Skis gereinigt. Dann wird mit einem Wachsspachtel das restliche Wachs erst entlang der Kanten und dann über die Gleitzone abgezogen. Um die letzten Reste aus dem Belag zu bekommen, wird die Fläche noch einmal mit einer Bürste bearbeitet und zum Schluss die Skier mit einem weichen Tuch abgerieben. Dann sind sie bereit für die Piste.

 

 

Weitere Infos zu unsem Langlauf Spezial:

Teil 1: Skilanglaufen leicht gemacht: So lernst du die richtige Technik

Teil 2: So wählst du die passende Ausrüstung

Teil 4: Die schönsten Langlaufgebiete erleben

Foto Wachstruck: K.Voigt Fotografie

Share on facebook
Share on twitter
Share on tumblr
Share on whatsapp
Share on email

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

I accept the Privacy Policy