{"id":935,"date":"2019-12-03T13:01:14","date_gmt":"2019-12-03T13:01:14","guid":{"rendered":"http:\/\/wintersport.news\/?p=935"},"modified":"2019-12-03T13:03:27","modified_gmt":"2019-12-03T13:03:27","slug":"das-duell-der-giganten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wintersport.news\/en\/das-duell-der-giganten\/","title":{"rendered":"Das Duell der Giganten"},"content":{"rendered":"<p>Fr\u00fcher, ja fr\u00fcher, da w\u00e4re Martin Fourcade fuchsteufelswild geworden nach einem f\u00fcnften Platz bei einem Sprintrennen. Verloren. So sah er das. Vier waren besser. Also: Eine krachende Niederlage. Er w\u00e4re w\u00fctend auf sich selber gewesen. Doch diesmal war er entspannt nach dem Saisonstart. Gelassen gar, denn der R\u00fcckstand auf die Jungs, die auf dem Podest standen, war nur marginal. Eigentlich kaum der Rede wert. Und vor allem war er nah dran an seinem gro\u00dfen Konkurrenten und Nachfolger an der Spitze der Biathlonszene, \u00a0Johannes Tignes Boe. Beide sind Kinetixx-Athleten, beide sind bereit in dieser Saison f\u00fcr das Duell der Giganten. Das hat bereits der erste Auftritt gezeigt, der zuf\u00e4llig auch noch beide am Start hintereinander sah.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr Fourcade stand dabei viel mehr auf dem Spiel als f\u00fcr den f\u00fcnf Jahre j\u00fcngeren Boe, denn der Franzose hatte ein wahres Seuchenjahr hinter sich. Platz zw\u00f6lf letztlich nur im Gesamtweltcup. Nur in seinem ersten Jahr als Biathlet war er schlechter gewesen. Oft war er nur einer unter vielen. Die Dominanz der vergangenen Jahre, als er sieben Mal in Folge den Gesamtweltcup gewann, verwandelte sich in eine veritable Formkrise, die sogar dazu f\u00fchrte, dass er drei Weltcupveranstaltungen auslie\u00df. Viele schrieben ihn schon ab.\u00a0 Das Ende einer \u00c4ra? Zur gleichen Zeit schien Johannes Tignes Boe unschlagbar zu sein. Er eilte von Sieg zu Sieg, gewann von neun Sprintrennen sieben und war bei den anderen beiden auch auf dem Podest.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Er konnte in \u00d6stersund aus einer Position der St\u00e4rke heraus an den Start gehen, Fourcade musste hingegen viele Unsicherheiten ausblenden. Trotz guter Testrennen wusste er bis zum Sprint in Schweden sicher nicht, wie er sich einordnen kann in diesem Winter. Jetzt ist die Gewissheit da, dass er zur\u00fcck ist. Die Grundlagen sind gelegt. Boe hat wieder einen hartn\u00e4ckigen und hochmotivierten Gegner mehr. F\u00fcr Fourcade war deshalb der f\u00fcnfte Platz ein gro\u00dfer Moment. Die reinen Zahlen belegen das. Er war auf der 10km-Runde nur zwei Sekunden langsamer als Boe und verlor bei vorsichtigem Schie\u00dfen nur f\u00fcnf Sekunden auf den Norweger, der freilich auch ungewohnt verhalten am Schie\u00dfstand agierte. Fourcade konnte also in fast allen Belangen mithalten. Nur schoss er zweimal im Stehend-Anschlag daneben. Boe nur einmal. Das war im Grunde der entscheidende Unterschied. Bei gleicher Trefferquote wie Boe w\u00e4re Fourcade auf dem Podest gelandet, vermutlich direkt hinter dem Sieger Johannes Tignes Boe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Marin Fourcade hat sein Formtief \u00fcberwunden, Johannes Tignes Boe hat \u2013und das ist mindestens eine \u00e4hnlich bemerkenswerte Leistung \u2013 sein Leistungsverm\u00f6gen auf h\u00f6chstem Niveau gehalten. \u00a0F\u00fcr die Biathlonsaison 2019\/20 mit dem Saisonh\u00f6hepunkt in Antholz (Weltmeisterschaft) ist das eine gute Nachricht. Der Zweikampf zwischen Johannes Boe und Martin Fourcade geht in die n\u00e4chste Runde und sicher dar\u00fcber hinaus.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr\u00fcher, ja fr\u00fcher, da w\u00e4re Martin Fourcade fuchsteufelswild geworden nach einem f\u00fcnften Platz bei einem Sprintrennen. Verloren. So sah er das. Vier waren besser. Also: Eine krachende Niederlage. 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