{"id":380,"date":"2019-02-05T16:27:06","date_gmt":"2019-02-05T16:27:06","guid":{"rendered":"http:\/\/wintersport.news\/?p=380"},"modified":"2019-07-17T09:36:59","modified_gmt":"2019-07-17T09:36:59","slug":"sigi-heinrich-blog-lichtblicke-beim-nachwuchs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wintersport.news\/en\/sigi-heinrich-blog-lichtblicke-beim-nachwuchs\/","title":{"rendered":"Sigi Heinrich-Blog: Lichtblicke beim Nachwuchs"},"content":{"rendered":"<p>Die Biathlongemeinde macht sich Sorgen. Immer schon. Vor allem um die Zukunft. Man m\u00f6chte, dass die Jubelarien weiter so intensiv angestimmt werden k\u00f6nnen wie in den letzten 20 Jahren. Doch die Stammcrew, bei den M\u00e4nnern (Doll, Peiffer, Schempp, Lesser) hat die 30 jetzt erreicht und bei den Damen schwirrt st\u00e4ndig die Angst umher, Laura Dahlmeier k\u00f6nnte bald schon aufh\u00f6ren, obwohl sie erst Mitte zwanzig ist. Und dann? Untergang der Lieblingssportart im deutschen Winter? Gemach. Zum einen hat die Vergangenheit gezeigt, dass es immer irgendwie weiter geht und dann gab es da in der vergangenen Woche die Jugend-und Juniorenweltmeisterschaften in der Slovakei, in der junge deutsche Biathleten ziemlich forsch in die Medaillenr\u00e4nge liefen. Ladys first: Im Jugendbereich lief eine deutsche M\u00e4dchenstaffel (3x6km) auf den zweiten Platz. Und auch im Juniorenbereich, der zu den Erwachsenen hinf\u00fchren soll, kam Silber zustande. Und gerade in dieser Altersklasse U20 waren deutsche Biathletinnen auch in verschiedenen Einzelrennen erfolgreich. Juliane Fr\u00fchwirth (SC Motor Tambach-Dietharz &#8211; Th\u00fcringen) wurde Zweite im 12,5 Kilometerrennen und Franziska Pfn\u00fcr (SK Ramsau &#8211; Bayern) platzierte sich auf dem Bronzeplatz. Hanna Kebinger vom SC Partenkirchen trumpfte dann mit Bronze und Silber im Sprint und im Verfolger auf und fuhr (inklusive Staffel) mit drei Medaillen nach Hause. Das erinnerte fast ein wenig an die goldene Juniorengeneration, die 2013 in Obertillach den Grundstein f\u00fcr die heutigen Erfolge legte. Laura Dahlmeier, Vanessa Hinz und Franziska Preuss waren damals in der Nachwuchsmannschaft und schafften fast nahtlos den \u00dcbergang zur Weltklasse, was freilich auch als besonderer Gl\u00fccksfall gesehen werden darf. Denn normal ist eine derartige Entwicklung eher nicht. Immerhin: Das deutsche Team hat sich gezeigt in Osrblie. Bei den jungen Herren stieg die Staffel mit einer Silbermedaille in die Weltmeisterschaft ein und dann gewann Danilo Riethm\u00fcller (WSV Clausthal-Zellerfeld) Bronze im Einzelrennen. Gute Platzierungen gab es danach auch f\u00fcr Tim Grotian und Julian Holandt. Alle zeigten, dass Potenzial vorhanden ist. Allerdings war auch deutlich auszumachen, dass vor allem der norwegische \u00dcberflieger Vebjoern Soerum m\u00f6glicherweise in der Lage ist, schon bald auch im Weltcup mitzulaufen. Er ist jetzt schon ein kompakter Athlet mit \u00fcberragenden Schie\u00dfleistungen. Die Leistungsdichte im Juniorenbereich macht es immer schwerer, auch in diesen Altersgruppen Medaillen zu gewinnen. Dass der deutsche Nachwuchs nicht mit leeren H\u00e4nden nach Hause reisen musste, zeigte auch, dass es nach wie vor genug motivierte junge Leute gibt, die sich der Faszination Biathlon verschrieben haben. Und dass sich die Biathlonfans nicht so gro\u00dfe Sorgen machen m\u00fcssen, was die Zukunft betrifft. Auch international gesehen. Zwar waren die Starterfelder wieder zu gro\u00df, doch dokumentierten sie auf der anderen Seite auch das gro\u00dfe Interesse vieler Verb\u00e4nde, sich weiter verst\u00e4rkt um den Biathlon zu k\u00fcmmern. Und es gab sogar schon Hinweise auf die Olympischen Spiele in Peking 2022, denn mit Fanqi Meng gewann eine junge Chinesin, die zum KinetiXx-Team geh\u00f6rt, die Goldmedaille im Einzelwettbewerb mit vier fehlerfreien Schie\u00dfdurchg\u00e4ngen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Biathlongemeinde macht sich Sorgen. Immer schon. Vor allem um die Zukunft. Man m\u00f6chte, dass die Jubelarien weiter so intensiv angestimmt werden k\u00f6nnen wie in den letzten 20 Jahren. 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