{"id":3650,"date":"2022-02-13T17:30:26","date_gmt":"2022-02-13T17:30:26","guid":{"rendered":"https:\/\/wintersport.news\/?p=3650"},"modified":"2022-02-13T17:32:15","modified_gmt":"2022-02-13T17:32:15","slug":"bewaffnete-legenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wintersport.news\/en\/bewaffnete-legenden\/","title":{"rendered":"Bewaffnete Legenden"},"content":{"rendered":"<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"3650\" class=\"elementor elementor-3650\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-bfacf02 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"bfacf02\" data-element_type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-43c6752\" data-id=\"43c6752\" data-element_type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-4d2b151 elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"4d2b151\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Biathlon hat viele Helden herausgebracht, in Peking kommen neue hinzu<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-391d32e elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"391d32e\" data-element_type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-80e609f\" data-id=\"80e609f\" data-element_type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-f5190c9 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"f5190c9\" data-element_type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Der Russe Wiktor Tichonow war der Erste. Der erste Biathlet, dem man den Status \u201eLegende\u201c verpassen kann. Zu Zeiten, als von Weltcups ebenso wenig die Rede war wie von ausufernden Konkurrenzen vom Team-Sprint bis zum Massenstart, da dominierte der Russe in den fr\u00fchen siebziger Jahren die Konkurrenz. Um Tichonow herum allerdings war es noch ziemlich einsam, die Sportart in Sachen Popularit\u00e4t weit weg vom heutigen Niveau.<\/p><p>Dann kam Frank Ullrich aus Oberhof und wurde zum Dominator, siegte im frisch geschaffenen Weltcup von 1978 bis 1982 ohne Unterbrechung. Ganz nebenbei, seit 1978 schoss man mit Kleinkalibermunition, Durchmesser 5,6 mm, zuvor waren Patronen mit 6,5 mm Durchmesser verwendet worden. Letzter Weltmeister mit der gro\u00dfen Wumme war Tichonow, erster mit der neuen Waffe der Norweger Odd Lirhus, die Ostdeutschen hielten sich mit Gold im Sprint durch Ullrich und in der Staffel schadlos.<\/p><p>Man k\u00f6nnte die Sache jetzt so minuti\u00f6s fortschreiben, das Resultat w\u00e4re ein Buch. Wenn man sich aber verknappt auf ein paar Schl\u00fcsselmomente fokussiert, f\u00e4llt in den 80er Jahren zun\u00e4chst der Name Peter Angerer, der die Sportart in Westdeutschland zu bis dahin ungekannter Popularit\u00e4t f\u00fchrte. Andere L\u00e4nder hatten andere Helden, die Norweger Eirik Kvalfoss, die UdSSR Juri Kaschkarow. Die Ostdeutschen fanden mit Frank-Peter Roetsch einen w\u00fcrdigen Nachfolger f\u00fcr Ullrich. Mit heutiger Brille betrachtet wirken diese Jahre aber immer noch wie ein Blick in die Grundschule der Sportart.<\/p><p>Die fr\u00fchen 90er Jahre aber, die waren eine Art Erweckungserlebnis f\u00fcr die Sportart. Das lag zun\u00e4chst schn\u00f6de daran, dass Frauenbiathlon endlich die Bedeutung bekam, die es verdiente. Und daran, dass 1993 die IBU gegr\u00fcndet wurde, zuvor war man seit 1953 bei den Modernen F\u00fcnfk\u00e4mpfern angedockt gewesen. Und mit dem Slowenen Janis Vodicar an der Spitze schafften es die Winterzweik\u00e4mpfer ihre Wettbewerbe step by step so zu ver\u00e4ndern, dass sich das Fernsehen mehr und mehr interessierte, die h\u00f6here TV-Pr\u00e4senz zu mehr Werbem\u00f6glichkeiten und mehr Attraktivit\u00e4t f\u00fchrte. Und nat\u00fcrlich wurden Stars geboren. Magdalena Forsberg, die Schwedin, bei den Damen, Myriam Bedard aus Kanada oder Anfissa Reszowa aus Russland, nat\u00fcrlich Uschi Disl und Petra Schaaf. Bei den M\u00e4nnern gab es eine DSV-Erfolgs-Generation mit Kirchner, Gross, Fischer Luck und Greis &#8211; die Liste ist unvollst\u00e4ndig. Und es begann die gro\u00dfe Zeit des Ole-Einar Bj\u00f6rndalen.<\/p><p>Wenn es im Biathlon einen Superstar gibt, einen \u00dcberflieger, einen, der doch noch den Kick besser war als die Konkurrenz, dann der Norweger. Acht Olympiasiege, 20 Weltmeistertitel, jede Menge Weltcuperfolge; als die IBU vor Saisonbeginn die Biografien der Sportler verteilte, hatte nur Bj\u00f6rndalen eine Doppelseite im Heft, ein normales Blatt reichte nicht aus, um alle Erfolge festzuhalten. Aber der Norweger war nicht alleine, die Konkurrenz zog und zerrte an seinem Thron. Oft mit Erfolg. Raphael Poiree, Emil Hegle Svendsen seien genannt, dann folgte die \u00c4re des Martin Fourcade, der Franzose dominierte mehrere Jahre, wurde dann von Johannes Tignes Boe abgel\u00f6st. Und in Peking ist es durchaus m\u00f6glich, dass ein neuer Held geboren wird &#8211; Quentin Fillon Maillet. Der Franzose hat schon eine Goldmedaille in der Tasche, weitere k\u00f6nnen durchaus folgen.<\/p><p>Bei den Frauen gab es nach der \u00c4ra Forsberg viele Nachfolgerinnen. Liv Grete Poiree aus Norwegen, Kaisa M\u00e4k\u00e4r\u00e4inen, die Finnin oder Darja Domratschewa, Gabriela Soukalova und Dorothea Wierer.<\/p><p>Aber immer wieder standen nach der Jahrtausendwende auch Deutsche im Mittelpunkt: Kati Wilhelm, Martina Glagow oder Andrea Henkel. Zwei Frauen aus Bayern aber avancierten zu Superstars &#8211; was Bj\u00f6rndalen bei den Herren waren Magdalena Neuner und Laura Dahlmeier bei den Frauen &#8211; \u00dcberfliegerinnen. Inzwischen haben Norwegerinnen und Schwedinnen das Kommando \u00fcbernommen und eine Frau, die wie einst Kati Wilhelm als Quer-Einsteigerin aus dem Langlauf zum Biathlon kam. Denise Herrmann wurde in Peking Olympiasiegerin, das ist die Eintrittskarte in den Klub der Allerbesten. Wohin die Reise f\u00fchrt, werden die n\u00e4chsten Tage zeigen.<\/p><p>Photo:K.Voigt Photography<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Biathlon hat viele Helden herausgebracht, in Peking kommen neue hinzu Der Russe Wiktor Tichonow war der Erste. Der erste Biathlet, dem man den Status \u201eLegende\u201c verpassen kann. 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