{"id":2562,"date":"2021-03-31T10:15:03","date_gmt":"2021-03-31T10:15:03","guid":{"rendered":"https:\/\/wintersport.news\/?p=2562"},"modified":"2021-03-31T10:15:03","modified_gmt":"2021-03-31T10:15:03","slug":"das-war-die-nordische-wintersportsaison","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wintersport.news\/en\/das-war-die-nordische-wintersportsaison\/","title":{"rendered":"Das war die nordische Wintersportsaison"},"content":{"rendered":"<p><strong>Alte Bekannte, einige Neue, ALLES ANDERS<\/strong><\/p>\n<p><strong>Weltcups und Weltmeisterschaften auf H\u00f6chstniveau \u2013 Corona l\u00e4uft und springt mit <\/strong><\/p>\n<p>Das Ende war ein Spiegelbild der Saison. Tragik und Triumpf gingen Hand in Hand. Der schreckliche Sturz von Norwegens Ex-Weltmeister Daniel Andre Tande \u00fcberschattete das Skifliegen in Planica, das eigentlich die gro\u00dfe finale Flugshow hatte werden sollen. Die wurde es dennoch, wenngleich die Gedanken an den Norweger bei allen Aktiven mitsegelten, was man allein daran erkennen konnte, dass Springer vieler Nationen nach ihren Fl\u00fcgen noch im Auslauf Tandes Handbewegungen simulierten, mit denen der Mann aus Narvik sonst seine Fans gr\u00fc\u00dfte.<\/p>\n<p>Sportlich zeigten die Besten trotz des Schocks noch einmal ihr ganzes K\u00f6nnen, Karl Geiger avancierte erneut zum Helden, wie schon ein Vierteljahr zuvor bei der Skiflug-WM. Der Deutsche war einer der gro\u00dfen Gewinner einer unglaublichen Saison, die neue Stars hervorbrachte, wie den Norweger Halvor Egner Granerud, der den Gesamtweltcup der Skispringer zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Oder die \u00d6sterreicherin Sara Marita Kramer, der Experten eine \u00e4hnlich glanzvolle Karriere voraussagen, wie ihrem Landsmann Gregor Schlierenzauer. In der Nordischen Kombination \u00fcberraschte ein Jungspund aus \u00d6sterreich die Konkurrenz, stahl \u00dcberflieger Jarl Magnus Riiber bei der WM in Oberstdorf die Show. Denn Johannes Lamparter reiste als Junioren-Weltmeister ins Allg\u00e4u und kehrte mit 2 Gold- und einer Bronzemedaille zur\u00fcck \u2013 das hatte es so auch noch nicht gegeben.<\/p>\n<p>Andere Namen kennt man dagegen entweder schon sehr lange oder zumindest ob ihrer enormen Pr\u00e4senz in der Vorsaison besonders gut. Im Langlauf geht nach wie vor nur wenig an Therese Johaug vorbei, die sich anschickt, ihre Landsfrau Marit Bjoergen in Sachen Anzahl der WM-Titel zu \u00fcberfl\u00fcgeln. Bei den Herren k\u00f6nnte man gleich eine ganze Reihe norwegischer Namen nennen, aber Johannes Hoesflot Klaebo ist wohl die markanteste Gr\u00f6\u00dfte im Wunderteam der Skandinavier, der Russe Alexander Bolschunow derzeit wohl als Einziger in der Lage, Klaebo Paroli zu bieten. \u00dcber Kamil Stoch zu sprechen, hie\u00dfe Eulen nach Athen tragen und auch Namen wie Eric Frenzel, Vinzenz Geiger, Stefan Kraft, Pjotr Zyla, Markus Eisenbichler. Sara Takanashi, Akito Watabe, Jessica Diggins oder Ebba Andersson sind gel\u00e4ufig und es bereitete auch in diesem Winter keine Probleme, sie in der Spitze ihrer Disziplinen zuzuordnen.<\/p>\n<p>Neu dagegen war, dass der Weltcup-Kalender durcheinandergewirbelt wurde. Fr\u00fcher sorgten vereinzelt Witterungsbedingungen f\u00fcr die eine oder andere Absage oder Verschiebung. In diesem Winter besorgte das ein Virus. Dabei hatten \u2013 als die Saison 2019\/20 vorzeitig abgebrochen werden musste &#8211; alle Beteiligten darauf gehofft, der Spuk k\u00f6nne ein reichliches halbes Jahr sp\u00e4ter vorbei sein. Doch da nahm Covid 19 mit der zweiten Welle gerade richtig Fahrt auf und so musste sich der Weltverband FIS ebenso wie alle Ausrichter auf Bedingungen einstellen, die unter normalen Umst\u00e4nden zwingend zu einer Absage der Veranstaltung gef\u00fchrt h\u00e4tten. Der Nordische Skisport erlebte eine komplette Saison ohne Publikum an Schanzen und Loipen. Weltmeisterschaften unter Laborbedingungen, die aber sowohl beim Fliegen in Planica, als auch beim gro\u00dfen Showdown in Oberstdorf perfekt organisiert und auf h\u00f6chsten sportlichen Niveau \u00fcber die B\u00fchne gingen. Er erlebte Corona-bedingte Ausf\u00e4lle in Asien, Norwegen, Estland, aber auch Verb\u00e4nde und Organisatoren, die in die Bresche sprangen, Zakopane, Ramsau, Klingenthal seien da besonders erw\u00e4hnt. Es gab verr\u00fcckte Situationen \u2013 man erinnere sich an den Auftakt der Vierschanzentournee mit der zwischenzeitlichen und schlie\u00dflich annullierten Quarant\u00e4ne der polnischen Mannschaft um den sp\u00e4teren Tourneesieger Kamil Stoch oder die positiven Tests bei Geiger und Granerud zur Unzeit. Dass beide Springer dennoch dominierende Figuren ihrer Sportart waren \u2013 blickt man auf die Gesamtsaison \u2013 spricht f\u00fcr die Klasse der \u00dcberflieger.<\/p>\n<p>Trotzdem hoffen alle auf \u00c4nderung. Auf einen Winter mit Fans, einen Winter ohne Dauertestungen, ohne das Leben in \u201eBlasen\u201c \u2013 kurz und gut, auf eine R\u00fcckkehr zur Normalit\u00e4t. Im Umfeld! Denn eines ist schon jetzt klar \u2013 ein \u201enormaler\u201c Winter wird die Saison 2021\/22 ganz sicher nicht. Schlie\u00dflich gibt es einen Saisonh\u00f6hepunkt, der im Zeichen der Olympischen Ringe steht. Und den Olympischen Spielen fiebern schon jetzt alle entgegen. So sehr, dass manch einer es gar nicht erwarten kann. Deutschlands Skisprung-Bundestrainer, Stefan Horngacher, war nach dem letzten Versuch seiner Athleten noch gar nicht richtig vom Trainerturm heruntergestiegen, als er verk\u00fcndete, sich in einer reichlichen Woche treffen zu wollen, um die Vorbereitungen auf die Olympische Saison einzul\u00e4uten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Pictures: K. Voigt Fotografie<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alte Bekannte, einige Neue, ALLES ANDERS Weltcups und Weltmeisterschaften auf H\u00f6chstniveau \u2013 Corona l\u00e4uft und springt mit Das Ende war ein Spiegelbild der Saison. Tragik und Triumpf gingen Hand in Hand. Der schreckliche Sturz von Norwegens Ex-Weltmeister Daniel Andre Tande \u00fcberschattete das Skifliegen in Planica, das eigentlich die gro\u00dfe finale Flugshow hatte werden sollen. 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