{"id":2554,"date":"2021-03-22T13:51:37","date_gmt":"2021-03-22T13:51:37","guid":{"rendered":"https:\/\/wintersport.news\/?p=2554"},"modified":"2021-03-22T13:51:37","modified_gmt":"2021-03-22T13:51:37","slug":"saisonbilanz-biathlon-zeigt-sich-unter-corona-bedingungen-stress-resistent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wintersport.news\/en\/saisonbilanz-biathlon-zeigt-sich-unter-corona-bedingungen-stress-resistent\/","title":{"rendered":"Saisonbilanz: Biathlon zeigt sich unter Corona-Bedingungen stress-resistent"},"content":{"rendered":"<h4><strong>Tanz auf der Rasierklinge bestanden<\/strong><\/h4>\n<p>Nichts Genaues wusste man nicht, abgesehen davon, dass das Risiko ebenso hoch war wie die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns. Begonnen hat man dennoch. Und darf nach Abschluss der Saison zufrieden res\u00fcmieren \u2013 der Tanz auf der Rasierklinge ist gelungen.<\/p>\n<p>Sport-Gro\u00dfveranstaltungen unter Pandemie-Bedingungen sind irgendwie sonderbar: Keine Fans, daf\u00fcr Corona-Tests von fr\u00fch bis sp\u00e4t, besondere Vorsichtsma\u00dfregeln, Kontaktarmut, so genannte \u201ebubbles\u201c, \u00c4nderungen im Fahrplan \u2013 das alles war notwendig, um im zu Ende gehenden Winter den Biathlon-Betrieb auf Top-Niveau aufrecht zu erhalten. Der Weltverband IBU ist dieses Risiko bewusst eingegangen, denn die Alternative w\u00e4re ein v\u00f6lliger Ausfall der Saison gewesen, mit unabsehbaren Folgen f\u00fcr die Sportart.<\/p>\n<p>Jetzt, da die Weltcup-Serie vorbei ist und auch die WM auf der Pokljuka l\u00e4ngst Geschichte, darf man konstatieren \u2013 das Risiko hat sich gelohnt. Die Millionen Menschen, die Winter f\u00fcr Winter das Geschehen in der Loipe und an den Schie\u00dfst\u00e4nden an den Fernsehern verfolgen, sind auch 2020\/21 voll auf ihre Kosten gekommen. Die Sportart hat ihren Spitzenplatz in der Zuschauergunst verteidigt. Das allein ist ein gro\u00dfer Erfolg. Zu dem man allen Beteiligten, von der IBU bis zum letzten freiwilligen Helfer vor Ort nur gratulieren kann. F\u00fcr den allerdings alle Beteiligten einen hohen Preis gezahlt haben, der aber dennoch ohne echte Alternative war. Denn wirtschaftlich kann sich der Winter f\u00fcr den Weltverband nicht gerechnet haben, hat die IBU ihren Veranstaltern doch finanziell unter die Arme gegriffen, um die Durchf\u00fchrung von Wettk\u00e4mpfen ohne Zuschauer nicht zum \u00f6konomischen Desaster werden zu lassen. So konnte man die immensen Mehrkosten durch die aufw\u00e4ndigen Testreihen abfedern, auch die neuen Vorschriften in Bezug auf Unterbringung, Verpflegung und Transport. Nat\u00fcrlich gab es nicht nur Sieger, einige der traditionellen Standorte gingen in diesem Winter leer aus und anderswo, beispielsweise in Norwegen, war es wegen der dort geltenden gesetzlichen Bestimmungen gar nicht m\u00f6glich, an die Durchf\u00fchrung von internationalen Sportveranstaltungen auch nur zu denken. Aber in Summe ist die Sportart grunds\u00e4tzlich gut durch den Corona-Winter gekommen und nun darf man hoffen, dass der Spuk ein Ende hat, wenn im November der Olympiawinter beginnt. Denn trotz aller Erfolge und Bem\u00fchungen \u2013 ein Dauerzustand darf der aktuelle Zustand nicht werden, das w\u00e4re n\u00e4mlich weder sportlich noch wirtschaftlich darstellbar.<\/p>\n<p>Sportlich dagegen war die vorolympische Saison eine, die die Dominanz Norwegens im Weltcup noch einmal untermalte. Und bei der auffiel, dass Nationen, deren Athletinnen und Athleten bisher nicht unbedingt im Fokus des Interesses standen, aufgeholt haben. Das ist schlecht f\u00fcr die bisher an der Spitze etablierten L\u00e4nder aber gut f\u00fcr den Sport als Ganzes. Wenngleich auch hier eine Bewertung die besonderen Umst\u00e4nde einbeziehen sollte. Denn nicht nur der Winter ging anders als gewohnt \u00fcber die B\u00fchne, das gesamte Jahr 2020 war gekennzeichnet von Verboten, Einschr\u00e4nkungen und besonderen Bedingungen. Das schlug sich notwendigerweise auf die Saisonvorbereitungen nieder, wenn auch unterschiedlich stark und von Nation zu Nation verschieden.<\/p>\n<p>Nun ist die Saison vorbei und nach den Analysen wird man mit Blick auf Peking nat\u00fcrlich dar\u00fcber nachdenken, eroberte Positionen zu verteidigen oder verloren gegangenen Boden neu zu erobern. Sicher ist \u2013 auch der Fr\u00fchsommer und m\u00f6glicherweise noch ein paar Monate mehr wird COVID 19 das Leben \u2013 und damit auch den Sport \u2013 weiter bestimmen. Ob und wie sich das auf die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele auswirkt, bleibt abzuwarten. Die Hoffnung aber, das die Saison 2021\/22 eine wird, die von den Bedingungen her wieder unter dem Preisschild \u201enormal\u201c firmiert, die besteht. Sportlich dagegen darf man einen Winter Marke \u201eungew\u00f6hnlich\u201c voraussagen, schlie\u00dflich ist die n\u00e4chste Saison eine olympische.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Pictures: K. Voigt Fotografie<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tanz auf der Rasierklinge bestanden Nichts Genaues wusste man nicht, abgesehen davon, dass das Risiko ebenso hoch war wie die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns. Begonnen hat man dennoch. Und darf nach Abschluss der Saison zufrieden res\u00fcmieren \u2013 der Tanz auf der Rasierklinge ist gelungen. 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