{"id":2045,"date":"2021-01-14T08:17:52","date_gmt":"2021-01-14T08:17:52","guid":{"rendered":"https:\/\/wintersport.news\/?p=2045"},"modified":"2021-01-14T09:07:33","modified_gmt":"2021-01-14T09:07:33","slug":"das-erfolgsrezept-im-norwegischen-biathlon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wintersport.news\/en\/das-erfolgsrezept-im-norwegischen-biathlon\/","title":{"rendered":"Das Erfolgsrezept im Norwegischen Biathlon"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wie die Alten sungen,\u2026\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 so siegen auch die Jungen!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Norwegens Asse untermauern auch in diesem Winter ihre Ausnahmestellung im Biathlon<\/strong><\/p>\n<p>Im Skilanglauf ist es Alltag \u2013 vorausgesetzt die Norweger machen im Weltcup ausnahmsweise mal mit. Im Biathlon ist es auch Alltag, weil die Skandinavier gef\u00fchlt seit der Umbenennung von Kristiania in Oslo, und das war 1924, einen Ole Einar Bj\u00f6rndalen in ihren Reihen hatten. Fakt ist: Das Mutterland des Skisports eilt in der Loipe, egal ob mit oder ohne Schie\u00dfstand in der N\u00e4he, von Erfolg zu Erfolg. Im Biathlon \u00fcbrigens nicht nur wegen Bj\u00f6rndalen, die \u00c4lteren werden mit Namen wie Eirik Kvalfoss, Sigleif Johansen, Anne Elveback, oder Liv Grete Skjelbreid sicher etwas anfangen k\u00f6nnen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2047\" aria-describedby=\"caption-attachment-2047\" style=\"width: 3500px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2047 size-full\" src=\"https:\/\/wintersport.news\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/200223kv1962.jpeg\" alt=\"\" width=\"3500\" height=\"2333\" srcset=\"https:\/\/wintersport.news\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/200223kv1962.jpeg 3500w, https:\/\/wintersport.news\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/200223kv1962-150x100.jpeg 150w, https:\/\/wintersport.news\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/200223kv1962-300x200.jpeg 300w, https:\/\/wintersport.news\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/200223kv1962-768x512.jpeg 768w, https:\/\/wintersport.news\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/200223kv1962-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/wintersport.news\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/200223kv1962-370x247.jpeg 370w, https:\/\/wintersport.news\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/200223kv1962-760x507.jpeg 760w\" sizes=\"(max-width: 3500px) 100vw, 3500px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2047\" class=\"wp-caption-text\">Marte Olsbu Roiseland ist die erfolgreichste Athletin der Biathlon WM in Antholz<\/figcaption><\/figure>\n<p>Inzwischen ist bei den Norwegern eine Generation am Start, die in Sachen Siege irgendwie an den gro\u00dfen belgischen Radsportler Eddy Merckx erinnert. Den nannte man \u2013 weil er einfach alles gewann, was zu gewinnen war \u2013 den Kannibalen. Und ein wenig vergleichbar mit dem vielleicht besten Radprofi, den der Sport bisher gesehen hat, sind die Winterzweik\u00e4mpfer aus dem Land der Trolle und Fjorde schon. Denn kaum ein Rennen vergeht ohne Podestplatz, meist sind es mehrere, besonders gern genommen von den Norwegern wird das oberste Treppchen, das f\u00fcr die Sieger.<\/p>\n<p>Die neuen Heldinnen und Helden in den roten Laufanz\u00fcgen hei\u00dfen Johannes Thingnes und Tarjei Boe, Johannes Dale, Tiril Eckhoff oder Marte Olsbu Roiseland. Letztgenannte lief erst ein wenig im Schatten Eckhoffs, aber bei der WM in Antholz 2020 schlug ihre Stunde, als die damals 29j\u00e4hrige den f\u00fcr unantastbar gehaltenen Medaillenrekord von Laura Dahlmeier einstellte, bei allen Starts aufs Treppchen lief. Johannes Thingnes Boe k\u00e4mpfte vor einigen Jahren mit dem ber\u00fchmten Franzosen Martin Fourcade um den Titel des weltbesten Biathleten, inzwischen gilt der Norweger als ungef\u00e4hrdet. Naja, stimmt nicht ganz, denn aus dem eigenen Lager droht ernsthafte Konkurrenz, ein Milchbart mit dem Namen Sturla Holm Laegreid hat sich zum h\u00e4rtesten Konkurrenten des \u00dcberfliegers entwickelt. Und das macht es aus, die besten Athleten k\u00f6nnen sich nie sicher sein, es kommen immer wieder neue junge Athleten nach, die pushen und die Gro\u00dfen fordern.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2048\" aria-describedby=\"caption-attachment-2048\" style=\"width: 4000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-2048 size-full\" src=\"https:\/\/wintersport.news\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/210109KVe0253.jpg\" alt=\"\" width=\"4000\" height=\"2667\" srcset=\"https:\/\/wintersport.news\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/210109KVe0253.jpg 4000w, https:\/\/wintersport.news\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/210109KVe0253-150x100.jpg 150w, https:\/\/wintersport.news\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/210109KVe0253-300x200.jpg 300w, https:\/\/wintersport.news\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/210109KVe0253-768x512.jpg 768w, https:\/\/wintersport.news\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/210109KVe0253-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/wintersport.news\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/210109KVe0253-370x247.jpg 370w, https:\/\/wintersport.news\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/210109KVe0253-760x507.jpg 760w\" sizes=\"(max-width: 4000px) 100vw, 4000px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2048\" class=\"wp-caption-text\">Johannes Dale und Sturla Holm Laegreid erfolgreich in Oberhof<\/figcaption><\/figure>\n<p>Sturla, der junge Mann aus Baerum, der erst Ende der letzten Saison seine ersten Chancen im Weltcup-Team der Norweger erhielt (und in Nove Mesto prompt nutzte), l\u00e4uft \u2013 obwohl er im Februar gerade mal seinen 24. Geburtstag feiert \u2013 wie der Teufel und schie\u00dft sicher und schnell \u2013 genau die richtige Kombination um bei den Skij\u00e4gern ganz nach vorn zu st\u00fcrmen. Und schon in den Kinderskischuhen starteten Johannes Dale und Sturla Laegreid zusammen in den ersten Biathlon-Rennen. Im aktuellen Weltcup ist Laegreid Zweiter \u2013 direkt hinter Johannes Thingnes Boe. Und kann damit als Paradebeispiel f\u00fcr das gelten, was das Biathlon made in Norway so erfolgreich macht: Die Nachwuchsarbeit! Im Land der Skil\u00e4ufer hat man nat\u00fcrlich jede Menge Talente und offensichtlich auch das Gesp\u00fcr daf\u00fcr, diese so zu formen, dass sie in der Weltklasse landen k\u00f6nnen. Nat\u00fcrlich z\u00e4hlt auch das Team &#8211; ein ganzes Team an besten Experten, zum Beispiel bei den Trainern. Schie\u00dftrainer Siegfried Mazet konnte gro\u00dfe Erfolge mit Martin und der franz\u00f6sischen Mannschaft feiern und jetzt ist er schon seit nunmehr f\u00fcnf Jahren im norwegischen Team dabei und feilt an der Schie\u00dfarbeit der Top-Athleten, mit Erfolg. Bei den Damen wurde der Erfolgstrainer der italienischen Damenmannschaft, Patrick Oberegger aus S\u00fcdtirol rekrutiert. Mit seiner Hilfe kamen die Norwegerinnen wieder zur\u00fcck an die Weltspitze. Aber neben all den Spitzenathleten mit Talent und Potential und den Erfolgstrainern z\u00e4hlt nicht nur der Konkurrenzgedanke im Norwegischen Team, sondern auch der Zusammenhalt der Mannschaft. Es wird sich gepusht, zusammen trainiert und die Teams strahlen eine gewisse Lockerheit aus, sie haben Spa\u00df am Biathlon und das macht es so erfolgreich. So darf man davon ausgehen, dass auch in den kommenden Jahren Norwegens Biathlon-Asse immer wieder vorn mitmischen werden und man darf hoffen, dass das anderen L\u00e4ndern auch gelingen mag, sonst k\u00f6nnten Weltcup- und WM-Wettbewerbe schnell zu Norwegischen Meisterschaften mit internationaler Beteiligung mutieren \u2013 und das kann ehrlicherweise auch kein erstrebenswertes Ziel sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fotos: K.Voigt Fotografie<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie die Alten sungen,\u2026\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 so siegen auch die Jungen! Norwegens Asse untermauern auch in diesem Winter ihre Ausnahmestellung im Biathlon Im Skilanglauf ist es Alltag \u2013 vorausgesetzt die Norweger machen im Weltcup ausnahmsweise mal mit. 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