{"id":2016,"date":"2021-01-09T20:35:40","date_gmt":"2021-01-09T20:35:40","guid":{"rendered":"https:\/\/wintersport.news\/?p=2016"},"modified":"2021-01-12T09:41:35","modified_gmt":"2021-01-12T09:41:35","slug":"koenig-kamil-im-zenit-seines-koennens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wintersport.news\/en\/koenig-kamil-im-zenit-seines-koennens\/","title":{"rendered":"\u201eK\u00f6nig Kamil\u201c im Zenit seines K\u00f6nnens"},"content":{"rendered":"<p><strong>Polens \u00dcberflieger Kamil Stoch katapultiert sich in die Reihe der Skisprung-Legenden<\/strong><\/p>\n<p>Sp\u00e4testens seit dem Dreik\u00f6nigstag 2021, als Kamil Stoch in Bischofshofen mit zwei wunderbaren S\u00e4tzen zum Tagessieg bei der Vierschanzentournee den Gesamtsieg nicht nur sicherte, sondern die Konkurrenz regelrecht deklassierte, machte der inzwischen 33 Jahre alte Pole einen Sprung, der mit seinen t\u00e4glichen Leibes\u00fcbungen auf den Schanzen nur indirekt zu tun hat \u2013 Stoch sprang hinein in den exklusiven Kreis der Skisprung-Legenden. Denn sein Name kann und muss nun in einem Atemzug genannt werden mit den ganz Gro\u00dfen seiner Sportart, mit Birger Ruud, Helmut Recknagel, Bj\u00f6rn Wirkola, Jens Wei\u00dfflog, Matti Nyk\u00e4nen oder Janne Ahonen. Denn Stoch wurde zum dritten Mal Tourneesieger und mit Ausnahme des Norwegers Ruud \u2013 der in einer Zeit sprang, in der es die Vierschanzentournee noch nicht gab \u2013 z\u00e4hlen die anderen Helden zur ganz kleinen Schar derjenigen, die in ihrer aktiven Zeit das Geschehen auf den Schanzen dieser Welt dominierten. Zugegebenerma\u00dfen auf die eine oder andere Art und Weise \u2013 Nyk\u00e4nen beispielsweise gewann die Tournee \u201enur\u201c zwei Mal, Ahonen dagegen schaffte es als Rekordsieger gleich 5x, sich in die Siegerlisten einzuschreiben. Wei\u00dfflog schaffte seine Gesamtsiege in zwei Stilarten, Wirkola siegte drei Mal hintereinander, Recknagel war der erste Mitteleurop\u00e4er, der die zu dieser Zeit f\u00fchrenden Skandinavier in die Schranken weisen konnte. Die Liste lie\u00dfe sich beliebig fortsetzen mit Weltmeistertiteln und Olympiasiegen, Erfolgen auf Skiflugschanzen oder bei besonderen Wettbewerben, dem Holmenkollen-Springen beispielsweise oder den Salpaussaelen-Skispielen in Lahti.<\/p>\n<p>Wenn man ehrlich ist, h\u00e4tte man Kamil Stoch schon vor seinem sensationellen dritten Tournee-Erfolg in die Reihe der ganz Gro\u00dfen stellen k\u00f6nnen. Der Mann aus Zakopane ist mehrfacher Olympiasieger, mehrfacher Weltmeister, schaffte als zweiter Mensch nach Sven Hannawald den Tournee-Grand-Slam, siegte also auf allen vier Schanzen, holte in Bischofshofen seinen 38. Weltcup-Einzelsieg. Aber vielleicht ist es auch das \u201eWie\u201c, das seinen Tournee-Erfolg 2020\/21 so einzigartig macht und ihn heraushebt, aus der zugegebenerma\u00dfen gro\u00dfen Schar hervorragender Skispringer. Denn kurz vor dem Auftakt in Oberstdorf war gar nicht klar, dass Polens Mannschaft auf der Schattenbergschanze springen w\u00fcrde, ein positiver Corona-Test in der Mannschaft hatte die rot-wei\u00dfen Adler au\u00dfer Gefecht gesetzt, es drohte die Quarant\u00e4ne und damit das vorzeitige Ende aller Tournee-Hoffnungen. Erst nach massiven Protesten, mehreren neuen Tests und n\u00e4chtlichen Beratungen wurde das polnische Team wieder zugelassen, da war die Qualifikation schon Geschichte, den ersten Durchgang in Oberstdorf gab es deshalb nicht im k.o.-System, sondern mit 62 Springern, darunter eben auch jenen aus Zakopane, Wisla und den anderen Skisprungzentren unseres \u00f6stlichen Nachbarlandes. Und schon hier zeigte Kamil Stoch seine au\u00dfergew\u00f6hnliche Nervenst\u00e4rke, wurde Zweiter hinter Auftaktsieger Karl Geiger. Beim Neujahrsspringen in Partenkirchen ging der vierte Platz des Routiniers fast unter, denn Stoch war nur drittbester polnischer Springer, vor ihm rangierten Pjotr Zyla und Vorjahres-Tournee-und-Neujahrs-Springen-Sieger Dawid Kubacki. Aber sp\u00e4testens am Bergisel, als die Konkurrenz reihenweise Nerven zeigte, da war Kamil in seinem Element, zeigte seine ganze Klasse, gewann und sicherte sich damit den vorentscheidenden Vorsprung in Sachen Gesamttournee. Und mit welcher Souver\u00e4nit\u00e4t er zum Abschluss im Salzburger Land dann noch einmal allen anderen davonsegelte \u2013 das machte Stoch zu einem der ganz Gro\u00dfen seiner Zunft.<\/p>\n<p>Bleiben noch einige wenige offene Fragen: Schafft es \u201eK\u00f6nig Kamil\u201c noch ein viertes Mal, die Tournee zu gewinnen. Denn bis zu den Olympischen Spielen will der Familienvater, der von seiner Frau gemanagt wird, definitiv noch weiterspringen. Und im Olympiajahr gibt es auch noch eine Skiflug-WM \u2013 dieser Titel fehlt Stoch noch. Man darf also gespannt sein, welche weiteren H\u00f6hepunkte die au\u00dfergew\u00f6hnliche Laufbahn des \u00dcberfliegers aus Polen noch bereith\u00e4lt.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Polens \u00dcberflieger Kamil Stoch katapultiert sich in die Reihe der Skisprung-Legenden Sp\u00e4testens seit dem Dreik\u00f6nigstag 2021, als Kamil Stoch in Bischofshofen mit zwei wunderbaren S\u00e4tzen zum Tagessieg bei der Vierschanzentournee den Gesamtsieg nicht nur sicherte, sondern die Konkurrenz regelrecht deklassierte, machte der inzwischen 33 Jahre alte Pole einen Sprung, der mit seinen t\u00e4glichen Leibes\u00fcbungen auf [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":3,"featured_media":2041,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4,30],"tags":[],"class_list":["post-2016","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-blog","category-blog_wintersport_insights"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wintersport.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2016","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wintersport.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wintersport.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wintersport.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wintersport.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2016"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/wintersport.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2016\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2018,"href":"https:\/\/wintersport.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2016\/revisions\/2018"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wintersport.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2041"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wintersport.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2016"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wintersport.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2016"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wintersport.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2016"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}