{"id":157,"date":"2018-12-13T15:47:58","date_gmt":"2018-12-13T15:47:58","guid":{"rendered":"http:\/\/wintersport.news\/?p=157"},"modified":"2019-07-17T09:43:25","modified_gmt":"2019-07-17T09:43:25","slug":"sigi-heinrich-blog","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wintersport.news\/en\/sigi-heinrich-blog\/","title":{"rendered":"Sigi Heinrich-Blog: Harmonische Frauenpower"},"content":{"rendered":"<p>Als Winterwunderland pr\u00e4sentierte sich das Pillerseetal zum zweiten Sprintwettkampf der Damen. Frischer Schnee bedeckte die Berge der Kitzb\u00fchler Alpen und \u00fcberzuckerte die B\u00e4ume. Die breit ausgelegten Loipen rund um die Biathlonanlage in Hochfilzen boten beste Bedingungen f\u00fcr ein Spektakel der besonderen Art, das zwei L\u00e4uferinnen auf eindrucksvolle Art und Weise pr\u00e4gten. Einmal die erneut pfeilschnelle Finnin Kaisa M\u00e4k\u00e4rainen, die wie schon vor einer Woche in Slowenien die Laufbestzeiten markierte. Und ihr Gegenpart war die strahlende Italienerin Dorothea Wierer, die erneut so schnell schoss, dass einem der Atem schier stockte. Nach zehn Sekunden feuert sie die erste Patrone ab und dann geht es stakkatoartig weiter in schwindelerregendem Rhythmus. 1,5 und 1,5 und 1,5 Sekunden.<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Ich schiesse nach Gef\u00fchl&#8220;,<\/p><\/blockquote>\n<p>sagt Wierer zu ihrem einzigartigem Talent, dass sogar die M\u00e4nnerwelt\u00a0 im Biathlon neidisch macht. Damit gleicht sie Defizite gegen\u00fcber der Finnin in der Loipe aus. Es gen\u00fcgte diesmal, um mit 0,6 Sekunden am Ende zu gewinnen. Zum f\u00fcnften Mal in ihrer Karriere. Zudem hatte sie die drittbeste Laufleistung. Dorothea Wierer kam die im Vergleich zum manch anderen Wettkampforten eher leichte Streckenf\u00fchrung entgegen. M\u00e4k\u00e4rainen liess dies nicht unerw\u00e4hnt.<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Ich kann hier meine St\u00e4rken nicht so zur Geltung bringen&#8220;;<\/p><\/blockquote>\n<p>meinte sie und entlockte\u00a0 der Siegerin aus Italien ein offenes L\u00e4cheln. Auch das ist Biathlon: Beide Protagonistinnen dieses spannenden Wettbewerbes gehen respektvoll, ja gar freundschaftlich miteinander um, Da ist kein b\u00f6ser Ton im Spiel, keine Entt\u00e4uschung in der Stimme zu h\u00f6ren.<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Ich g\u00f6nne ihr den Sieg&#8220;, sagte die Finnin. &#8222;Und ich bin zufrieden mit meiner Leistung.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Und Wierer l\u00e4chelt auch zu dieser \u00c4usserung und entgegnet schlagfertig, dass sie in Hochfilzen in der ersten Runde etwas intensiver ihre Skatingschritte setzte. Und obwohl sie nicht direkt gegeneinander k\u00e4mpften, entwickelt sich dank der ausf\u00fchrlichen Statistik der Zeitnahme ein Zweikampf, der beste Werbung f\u00fcr den Biathlonsport der Frauen war. Wenn im n\u00e4chsten Jahr Laura Dahlmeier wieder zur\u00fcck kommt (sie bestritt im Rahmen des IBU-Cups in Ridnaun einen ersten Testwettkampf und wurde in der Single-Mixed-Staffel mit Roman Rees Zweite), werden Kaisa M\u00e4k\u00e4rainen und Dorothea Wierer wohl starke Konkurrenz bekommen. Im Moment sind beide vor allem auch aufgrund stabiler und schneller Schiessleistungen dem Feld \u00fcberlegen und aufgrund ihres grossen Vorsprungs werden sie auch den Verfolger in Hochfilzen am kommenden Wochenende im Gleichschritt bestreiten. Zumindest im Gleichschritt beginnen. Die ersten taktischen Wortspielereien gab es schon.<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Ich werde halt nach dem Schiessen immer wieder auf Doro aufschliessen m\u00fcssen&#8220;,<\/p><\/blockquote>\n<p>meinte M\u00e4k\u00e4rainen. Und dann umarmten sich die beiden noch einmal, ehe sie wieder die Ski anschnallten, um gem\u00e4chlich mit einem die Herzen w\u00e4rmenden Blick auf die herrliche Winterlandschaft auszulaufen. Wie sich das f\u00fcr Profis so geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Foto: Camera 4, Eberhard Thonfeld<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Winterwunderland pr\u00e4sentierte sich das Pillerseetal zum zweiten Sprintwettkampf der Damen. Frischer Schnee bedeckte die Berge der Kitzb\u00fchler Alpen und \u00fcberzuckerte die B\u00e4ume. Die breit ausgelegten Loipen rund um die Biathlonanlage in Hochfilzen boten beste Bedingungen f\u00fcr ein Spektakel der besonderen Art, das zwei L\u00e4uferinnen auf eindrucksvolle Art und Weise pr\u00e4gten. 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