{"id":1018,"date":"2019-12-20T08:44:53","date_gmt":"2019-12-20T08:44:53","guid":{"rendered":"http:\/\/wintersport.news\/?p=1018"},"modified":"2019-12-20T10:08:46","modified_gmt":"2019-12-20T10:08:46","slug":"biathleten-hautnah","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wintersport.news\/en\/biathleten-hautnah\/","title":{"rendered":"Biathleten hautnah"},"content":{"rendered":"<p>Es l\u00e4uft erst die zweite Weltcupwoche f\u00fcr die Biathleten. Zwei Sprints, einen Verfolger und einen Einzelwettkampf hat es bislang gegeben, garniert mit spannenden Staffelrennen. Bis auf den Massenstart, den es n\u00e4chste Woche in Frankreich erstmals in dieser Saison geben wird, wurden alle m\u00f6glichen Wettkampfformen pr\u00e4sentiert. Und als kleines Minifazit kann schon jetzt festgestellt werden, dass alles so passt und der sogenannte Supersprint, der in Ridnaun im Rahmen des IBU-Cups durchgef\u00fchrt wurde, m\u00f6glichst lange dem Weltcup fern bleiben m\u00f6ge. Ab und zu sollte man n\u00e4mlich \u00a0auch in einer besinnlichen Minute Ruhe geben und zufrieden sein mit dem bisher Erreichten. Mehr ist nicht immer mit Mehrwert verbunden.<\/p>\n<p>Schon jetzt ist die Belastung der Athleten sp\u00fcrbar. Schon die kleinste Grippewelle kippt manche aus den Pantoffeln, zumal viele Spitzensportler daf\u00fcr sehr empf\u00e4nglich sind, weil ihre K\u00f6rper schon f\u00fcr den kleinsten Virus keine Abwehrkr\u00e4fte mehr haben. Man baut deshalb vor. H\u00e4ndesch\u00fctteln sollte tunlichst vermieden werden. Aufenthalt R\u00e4umen mit vielen Menschen ist auch nicht f\u00f6rderlich. Schon deshalb ist die \u00fcbliche Pressekonferenz nach den Rennen grenzwertig. Hustende Journalisten sitzen noch verschwitzen Sportlern gegen\u00fcber. Feuer frei f\u00fcr den n\u00e4chsten Erk\u00e4ltungsschub.<\/p>\n<p>Die Aktiven selbst treffen auch ihre Ma\u00dfnahmen. Extrem war in dieser Beziehung stets Ole-Einar Bj\u00f6rndalen. Er hat in Hochfilzen im \u201eEdelweiss\u201c, dem seit vielen Jahren traditionellen Mannschaftshotel der Norweger, sein Zimmer mit einer Plastikfolie ausgelegt, damit auch nicht das kleinste Staubk\u00f6rnchen Eingang in seine Gem\u00e4cher findet. Dass auch ein eigener Fr\u00fchst\u00fccksraum f\u00fcr das Team zur Verf\u00fcgung steht, versteht sich von selbst. Und dennoch: Die Norweger marschieren durch den Gastraum wie selbstverst\u00e4ndlich. Sie wollen sich nicht ausgrenzen und geben sich\u00a0 trotz des Risikos, ein paar Bakterien aufzuschnappen, wie normale Hotelg\u00e4ste. Das ist extrem sch\u00f6n und angenehm zu beobachten.<\/p>\n<p>Auch Norwegens Superstar Johannes Thingnes Boe\u00a0 macht da keine Ausnahme. Ja im Gegenteil: Er ist sogar besonders zug\u00e4nglich Ich habe den\u00a0 Kinetixx-Athleten in \u00d6stersund erlebt, wie er abseits vom Besucherstrom\u00a0 einer Gruppe junger Fans in die Arme lief. Andere h\u00e4tten prompt kehrt gemacht, w\u00e4ren gefl\u00fcchtet, zumal der Wind ordentlich um die Ecken pfiff. Nicht so Johannes. Er stellet sich und schrieb flei\u00dfig Autogramme, umarmte die M\u00e4dchen, die daraufhin kurz vor einem Ohnmachtsanfall waren und lie\u00df sich mit allen photographieren. Ein Star wirklich zum Anfassen. Aber vielleicht ist das ja auch das Geheimnis seiner stabilen Gesundheit. Johannes Thingnes Boe bleibt einfach nur ein netter Mensch\u00a0 trotz seiner besonderen Position.\u00a0 Er lebt wie Du und ich. Er ist geerdet. Ohne Plastikfolie im Schlafzimmer.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es l\u00e4uft erst die zweite Weltcupwoche f\u00fcr die Biathleten. Zwei Sprints, einen Verfolger und einen Einzelwettkampf hat es bislang gegeben, garniert mit spannenden Staffelrennen. Bis auf den Massenstart, den es n\u00e4chste Woche in Frankreich erstmals in dieser Saison geben wird, wurden alle m\u00f6glichen Wettkampfformen pr\u00e4sentiert. Und als kleines Minifazit kann schon jetzt festgestellt werden, dass [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":3,"featured_media":1019,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4,30],"tags":[6,15],"class_list":["post-1018","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-blog","category-blog_wintersport_insights","tag-biathlon","tag-sigi-heinrich-blog"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wintersport.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1018","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wintersport.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wintersport.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wintersport.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wintersport.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1018"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/wintersport.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1018\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1022,"href":"https:\/\/wintersport.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1018\/revisions\/1022"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wintersport.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1019"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wintersport.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1018"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wintersport.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1018"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wintersport.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1018"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}